EVO V Dominikus - 1000 "Extreme" (Studie)

Nachdem die Weiterentwicklung nach EVO II in den Jahren 2009/2010 stagnierte, habe ich aus heutiger Sicht den richtigen Weg eingeschlagen. Ich habe einen Teil meiner Theorien und Praktiken die die Überlegenheit der TET-Modifikationen bis EVO II in der PS1-Audioszene ausmachten und die sich bis Heute noch großer Beliebtheit eigentlich bei allen Diyern erfreut über Bord geworfen.

Das EVO II-Programm und seine verschiedenen Modellvariationen? - die EVO II Basic, die EVO II, die Vintage und Virginia, wirklich tolle Geräte die Leistungen dieser Modifikationspraktik konnten selbst von den "Großen Spezialisten" der ungewerblichen in der PS1-Szene bis heute nicht überboten werden, die EVO II-Konfiguration der TET-Computerspezials, aber soll es das wirklich schon gewesen sein?

Egal was ich nach EVO II machte, wenn, dann gab es nur kleine Quäntchen der Verbesserung jeweils mit bitterem Beigeschmack während der Stresstestphasen. So wurde eine ganze Weile ohne den gewünschten Erfolg auf der an die Grenzen gestoßene EVO II Konfiguration weiterentwickelt, kleinere Zwischenerfolge führten relativ zeitnah ins Exit da die Teile der Original-Mainboardsektionen und Bauteilbestückungen ein weiteres Ausreizen nicht mehr tolerierten und wegen Überlastung ausstiegen. Die Gutmütigkeit der Bauteile war damit erschöpft und wurde bei jedem weiteren Steigerungsversuch überreizt.

Ich brach zunächst mit meinem erfolgreichen Netzteilkonzept diesen gewaltigen TET-Spannungsquellen und schwenkte von der Überlegenheit durch Kapazitäten auf die Überlegenheit durch sauberste definierte höhere Versorgungsspannungen. Zuerst waren es 13V zu 3,6V dann 16V zu 3,6V dann 18, 22, 24V Netzteile auf die die Mainboards explizit angepasst wurden, bis ich schließlich ein medizinisches Netzteil mit knapp 30V zu 3,6V für die Versorgung der unterschiedlichen Kreise der PS1 entwickelte. Damit war aber auch klar dass alle restlichen Bauteile und Sektionen des gestrippten TET-Mainboards auf 35 Volt Spannungsfestigkeit angepasst werden mussten.

Durch ein Experiment mit einem zu 13V zu 3,6V hochgepushten originalen nichicon PS1-Netzteil das bis vor kurzem noch dem Einsteigermodell EVO IV diente, begann ein neues Entwicklungskonzept der Audio-PS1 bei TET-Computerspezials. Plötzlich konnten leistungsfähigere OpAmps in der Ausgangsstufe eingesetzt werden ohne die benötigte Leistung aus niedrigen Spannungen und hohen Strömen erzwingen zu müssen, das leidige Problem platzraubender Wärmeabfuhr aus dem Gehäuseinneren trotz erheblich gesteigerter Leistung war nun kein Thema mehr, bislang intern zwingend notwendige gigantische Kühloptionen waren nicht mehr erforderlich die Studie EVO III war geboren die Konfigurationen konnten nun wieder nach oben ausgereizt werden.

Schrittweise wurden die Netzteilspannungen im größeren der beiden Kreise an den nichicon Netzteilen hochgesetzt, 16, 18, 22 und 24V damit war dann auch die Möglichkeit der originalen PS1-Netzteile erschöpft jede weitere Spannungserhöhung über 24V an den kleinen SNT's führte zum abrauchen der Netzteile. Ein ausreizen der von mir neu gewählten OpAmps mit noch höheren Versorgungsspannungen laut Datenblätter war das Ziel. Somit war die mit 24V zu 3,6 V geschaffene Netzteiloption für die Boardkonfiguration EVO IV auch nur eine Studie (für eine später noch kommende EVO VII Plus) die eine Ausgangsspannung von über 4V RMS bei 1000Hz 0dB ermöglichte und letztlich bei 5,56 V RMS gipfelte.

Das Netzteil sollte mir um die 30V im größeren Kreis und 3,6V im kleineren Kreis liefern und trotzdem im Gehäuseinneren der PS1 Platz finden um möglichst nah an den Sektionen zu sein. Aus den Originalen PS1-Netzteilen war dies aber nicht mehr zu realisieren, so musste es eben explizit auf diese Anforderung entwickelt werden. Mit der Entwicklung dieses Netzteils das sauberste Spannungen lieferte und nach medizinischen Standarts und Regeln gebaut wurde, habe ich den entscheidend wichtigen Schnitt in der künftigen Entwicklung bei TET-Computerspezials vollzogen, ich dachte nun EVO V konfigurieren zu können. Ich hatte mich im positiven Sinne gewaltig getäuscht das Netzteil war nämlich "nur" der wichtigste Treiber der neuen Generation der mir auf den umgestrickten Mainboards tausend Türen öffnete. Mit diesem neuen Netzteil hatte ich nicht nur die erforderlichen Festspannungen der zwei Kreise on Board sondern jede ideale Zwischenspannung für die einzelnen Schaltkreise die ich on Board brauchte, zwei fein abgestimmte Spannung für den DAC, die genaue Spannungen für die OpAmp's eine definierte Spannung für die ODD-Laufwerkssteuerung und ihren modifizierten Treiberbaustein des Laufwerks damit konnten man nun einen effizienteren Spindelmotor einsetzen. Jede einzelne Sektion des Mainboards konnte gezielt mit der angepassten Spannung optimiert werden. Das neuentwickelte Netzteil hat eine Leistungsfähigkeit von 50 Watt, was soviel heißt dass dieses Netzteil seine Arbeit bei der Versorgung einer PS1 ganz gelassen erledigt. Sämtliche Kühloptionen die sonst immer notwendig waren, sind ab EVO V mehr und mehr überflüssig geworden. Die Anpassung der EVO V dauerte etwas über ein Jahr und zeigte immer wieder Steigerungsmöglichkeiten der einzelnen Sektionen auf, so dass ich von EVO V nur zwei Studien gebaut haben. Ganz zu Anfangs der EVO V dachte ich das wäre nun das Ende der Fahnenstage in der PS1-Audioentwicklung, gegen Ende der EVO V-Studie konnte ich in die Ansteuerelektronik des Laufwerks ODD noch weiter Eindringen was wiederum bei EVO VI zu eine weiter verbesserte Spindelmotorenvariante erlaubte. In der Erweiterung zu EVO VII arbeite ich derzeit mit einem etwa doppelt so großen Spindelmotor, der den Umbau der Oberschirmung und des Zwischenschotts notwendig machte, der aber mit seiner Laufstabilität und Laufkultur des Spindelmotors aus dem Serienlaufwerks erheblich voraus ist.

Die EVO V erfüllte alle Kriterien um für TET-Computerspezials eine Zulassung als Hersteller zu erwirken, die Anträge lagen bereits bei den Zulassungs,- und Typisierungsstellen, als ich mich wegen der damals bereits in der Entwicklung befindlichen EVO VI dazu entschloss die aus EVO V erlangten Erkenntnisse weiter voran zu treiben.

Damit beließ ich die EVO V rein als Entwicklungsstudie um im nächsten Kapitel aus dieser Erfahrungen die EVO VI mit abgewandeltem Konzept und weiteren technischen Futures zu bauen.

Die EVO V verfügt unglaubliche Leistungen und sehr realitätsnahem Klang, High End auf sehr hohem Niveau zeichnen diese Studie aus,

weshalb ich dieser Studie den Beinamen "Extreme" gab, EVO V ist die Bezeichnung der Gerätegeneration und Dominikus - 1000 der Gerätename oder Gerätetyp,

Ein Dominikus - 1000 "Extreme" hat eine Ausgangsspannung von über 4,5V~ bei 1000Hz 0dB und dürfte damals schon einer der stärksten Home-Audio CDP's der Welt gewesen sein.

Von der EVO V wurde in der unten gezeigten Form zwei Prototypen gebaut, in der Vintage oder Virginia Ausführung wurden keine Geräte angefertigt, da die Studie gegen Ende ihrer Entwicklungszeit übergangslos durch EVO VI ersetzt wurde.

Eine der EVO V Dominikus - 1000 "Extreme" wurde Im Frühjahr/Sommer zu technisch zu Dominikus - 1000 "Spektral" (EVO VII Plus)  umgerüstet, die zweite wurde komplett zu einer EVO VII Plus Virginia - 1000 "Spektral" umgebaut.

Dominikus - 1000 "Extreme" auf einem früheren Bild zu sehen die beiden früheren Unikate der EVO V Dominikus - 1000 "Extreme"

und hier die beiden EVO V-Unikate hintereinander stehend wechselweise am Trans-AMP in der großen 8 Ohm Kette mit den Bozaks als Schallwandler.

die Unteransicht der EVO V, gut sichtbar der Aluminiumbodenplattenkühler, bei EVO VI war dieser Kühler noch erforderlich und wurde zur besseren Kühlleistung aus Kupfer hergestellt, bei EVO IV Plus und EVO VII Plus wurde das komplette System nochmals optimiert und mit den wirkungsgradbesseren Bauteilen  bestückt so dass der Bodenplattenkühler für die Zukunft entfällt.

Edi Helmle